UNICEF: 4.500 Kinder unter fünf Jahren starben in der DR Kongo an Masern in diesem Jahr bisher

DRK/New York/Wien - Erklärung des UNICEF-Vertreters in der Demokratischen Republik Kongo Edouard Beigbeder

Gesundheitshelfer Nsiri Lowoso impft 3 Monate alten Zoe Nukandila und seine Mutter UN0328788

Gesundheitshelfer Nsiri Lowoso impft 3 Monate alten Zoe Nukandila und seine Mutter UN0328788

„Seit Anfang des Jahres sind mehr als 5.000 Menschen an Masern gestorben, über 90 Prozent davon waren Kinder unter fünf Jahren.

Während der Ebola-Ausbruch, der im Osten der Demokratischen Republik Kongo mehr als 2.000 Menschenleben gefordert hat, international für anhaltende Aufmerksamkeit gesorgt hat, werden Masern, die mehr als doppelt so viele Menschenleben forderten, weiterhin nicht ausreichend medial beachtet.

Gewalt und Unsicherheit, mangelnder Zugang zur Gesundheitsversorgung und Mangel an Impfstoffen und medizinischen Hilfsmitteln in den am stärksten betroffenen Gebieten haben dazu geführt, dass Tausende von Kindern Impfungen gegen Krankheiten mit potenziell tödlichen Folgen nicht erhalten haben. Auch kulturelle Überzeugungen und traditionelle Gesundheitspraktiken behindern oft das Impfen von Kindern gegen Masern und die Behandlung von Menschen mit Symptomen.

Trotz der vielen Herausforderungen haben wir die Hilfsmittel und das Wissen, um Masern mit einem sicheren, wirksamen und erschwinglichen Impfstoff zu verhindern. Der Schlüssel dazu ist, jedes einzelne Kind zu erreichen, egal wo es sich befindet.
 
UNICEF und seine Partner führen Masernimpfkampagnen in den am stärksten betroffenen Gebieten durch und versorgen Kliniken mit Medikamenten zur Symptombehandlung. Bisher haben wir 1.317 medizinische Masern-Kits mit Antibiotika, Rehydrationssalzen, Vitamin A und anderen Medikamenten an die betroffenen Gesundheitszonen verteilt, um Kinder mit Komplikationen zu behandeln.
 
Doch diese Maßnahmen können immer nur eine kurzfristige Lösung sein, da erhebliche Investitionen in die Stärkung des nationalen Impfprogramms der Demokratischen Republik Kongo und des Gesundheitssystems von entscheidender Bedeutung sind, um die Gesundheit und das Wohlergehen der Kinder des Landes zu gewährleisten."

Für Redaktionen

Eine Auswahl an Videos und Fotos steht Redaktionen im Rahmen der Berichterstattung zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Mehr Informationen über die Arbeit von UNICEF für Kinder in der DR Kongo.